Arbeit

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Da es einige Leute geben soll, die mit mir zusammenarbeiten wollen, hier ein paar Bemerkungen, wie ich funktioniere.

Contents

Arbeitsmethodik

Meine Arbeitsmethodik entspricht in etwa einer Kreuzung aus Getting things done und der preußischen Bürokratie.

ToDo-Liste

Mails und Kalender sagen dir, was andere von dir wollen. Deine ToDo-Liste enthält, was DU erreichen möchtest. Meine ToDo-Liste enthält die Aufgaben, die ICH in den "erledigt" Status überführen will. Jeder Punkt bleibt so lange auf der Checkliste, bis er erledigt ist. Jeden Punkt schaue ich mir am Morgen des Tages an und gebe ihm einen Status:

  • erledigt
  • wartet auf andere
  • unterpriorisiert, wird heute nicht gemacht
  • sollte heute gemacht werden

Entscheidend ist, dass ich eine Priorisierung machen kann. Daher muss ich mir jeden Task einmal angeschaut haben.

Mails

Entsprechend zu den Tasks auf der ToDo-Liste muss ich mir auch jede Mail einmal angeschaut haben. Mailprogramme haben ein super-Feature: eine Inbox. Da lasse ich alle Mails drinnen, wo ich noch etwas machen kann, wo keine Reaktion von meinen Kollegen fehlt. Alle anderen Mails kommen in Projektordner.

Wenn du so handelst, hast du natürlich immer maximale Klarheit in deinem Mail-Folder. Du siehst, dass dein Durchsatz zu gering ist, und es immer mehr Mails werden? Dann ist es ja gut, dass du meine Methode anwendest - in der Inbox soll ja keine Mail sein, und wenn doch, wird sie in einen Projektordner verschoben. Der einzige Grund, warum eine Mail in der Inbox bleibt, ist, dass du sofort reagieren kannst. Wenn deine Inbox immer voller wird, verlierst du den Überblick. Also, reduziere die Zeit, die du einzelnen Mails widmest. Schau der Wahrheit ins Gesicht: Wenn du am Tag 200 Mails kriegst, musst du 200 bearbeiten. Auch wenn du sie nur löschst. Aber es ist besser, 200 Mails in der Inbox zu haben, 190 zu löschen und 10 zu beantworten, als 2000 Mails in der Inbox zu haben und keinen Überblick, welches die 10 sind, die du heute bearbeiten musst.

Kalender

Der Kalender entlastet meine ToDo-Liste. Ich habe beschlossen, noch eine Woche zu warten, bevor ich nachhake? Runter von der ToDo-Liste, auf in den Kalender, in einer Woche nochmal schauen, ob sich die Sache vielleicht erledigt hat.

Kollegen

Ich arbeite gut und effizient zusammen mit Kollegen, die

  • verabredete Dinge tun, ohne dass man sie zweimal erinnern muss... oder mehr als zweimal
  • auf Mails reagieren
  • Vereinbarungen einhalten
  • Status reports leben. Notfalls sich selbst Termine setzen. Ergebnisse niederschreiben und ansprechen, wenn diese erreicht worden sind oder sich verzögern. Selbstständig sind.
  • Perfektionisten sind in dem Sinne, dass sie die Kundenzufriedenheit zu optimieren versuchen. Und nicht versuchen, ein perfektes Werk zu liefern zu einem Zeitpunkt, zu dem die Kunden längst mit der Verzögerung unzufrieden sind.

Was nicht mit mir funktioniert ist

  • Grünmelderei: Projektstatus "alles im grünen Bereich" melden, und später stellt sich heraus, dass vieles im Argen liegt. Was ich sehr schätze, sind Statusmeldungen mit einer Anmerkung "Risiken:".

Tips

  • Sag nicht nein. Sag: Ja, ich kann es machen - und das ist, was ich dafür aufschieben muss.
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